4. Chancen & Risiken

Mit der zunehmenden Digitalisierung der Fabrik ist eine zusätzliche Steigerung der Effizienz möglich. Je besser die Maschinen- und Anlagensteuerung, Logistik- und Warenwirtschaftssysteme, Verwaltungssoftware etc. miteinander verbunden sind, umso mehr Potenzial für Effizienz besteht.

4.6 Risiko: IT-Security

Systeme zur Fertigungs- und Prozessautomatisierung, sogenannte Industrial Control Systems (ICS), sind zunehmend Cyber-Angriffen ausgesetzt. Hierzu gehören ebenso nicht-zielgerichtete Schadsoftware wie auch qualitativ aufwändige, spezifische Angriffe auf ICS.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) priorisiert für 2014 als TOP 10 der häufigsten Bedrohungen für ICS:

1. Infektion mit Schadsoftware über Internet und Intranet
2. Einschleusen von Schadsoftware über Wechseldatenträger und externe Hardware
3. Social Engineering
4. Menschliches Fehlverhalten und Sabotage
5. Einbruch über Fernwartungszugänge
6. Internetverbundene Steuerungskomponenten
7. Technisches Fehlverhalten und höhere Gewalt
8. Kompromittierung von Smartphones im Produktionsumfeld
9. Kompromittierung von Extranet und Cloud-Komponenten
10. (D)DoS Angriffe

Eröffnet einer der hier genannten Angriffe einen unberechtigten Zugang, kann eine Vielzahl weiterer Angriffe auf interne Systeme folgen.
Neben dem möglichen Verlust der Verfügbarkeit der Fertigungssysteme, Beschädigung von Anlagen und Beeinträchtigung der Produktergebnisse stellt vor allem auch der Verlust von unternehmenskritischem Know-how eine teilweise existentielle Bedrohung für Unternehmen dar.
Es empfiehlt sich deshalb, die verschiedenen Bedrohungsszenarien für das Unternehmen zu überprüfen, Schwachstellen zu identifizieren und zu priorisieren. Darauf aufbauend sollte ein entsprechendes Sicherheitskonzept erstellt und umgesetzt werden.
Das BSI bietet hierzu eine Vielzahl von Informationen und Anleitungen unter www.bsi.bund.de.

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